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Kirchengebäude der Neuapostolischen Gemeinde

In der über 100 jährigen Geschichte der Gemeinde wurden Gottesdienste in unterschiedlichsten Gebäuden (Schulen, Vereinshäuser, Werkstätten, ...) der Hansestadt gefeiert. Am 28. August 1988 übergab Bezirksapostel Willy Adam das Gebäude in der Jacobiturmstraße 23 mit dem Weihegottesdienst seiner sakralen Bestimmung. Die Gemeinde erhielt ihr erstes eigenes Kirchengebäude. In den folgenden 36 Jahren wurden mindestens 4000 Gottesdienste gefeiert. Das Kirchengebäude ist für die Gemeindemitglieder eng mit dem persönlichen Leben verbunden, Kinder wurden getauft, Hochzeiten und Hochzeitsjubiläen wurden gefeiert, Trauerfeiern spendeten Trost und demonstrierten den Zusammenhalt in der Gemeinde. Das Gemeindeleben wurde öffentlich sichtbar bei unzähligen Gemeindefeiern auf dem Kirchenhof oder bei Konzerten. Hinzu kommen noch überregionale Veranstaltungen für Kinder, Jugendliche, Senioren oder kirchliche Amtsträger.

Der Kirchenbau begann 1985 unter schwierigen Bedingungen in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR). Ein wesentlicher Grund für das Gelingen des Kirchenbaus trug der damalige Gemeindevorsteher Gunthard Glasow. Er übernahm die Bauleitung und kämpfte für seine Gemeinde. Ein nicht unwesentlicher Teil des Kirchenbaus wurde durch die Gemeindemitglieder selbst realisiert. Dies zeigt sich bis heute in einer besonderen Verbindung zum Kirchengebäude.

Allerdings entsprach das Kirchengebäude nicht mehr den aktuellen Standards für ein öffentliches Gebäude. So war das Kirchengebäude nur bedingt barrierefrei nutzbar. Auf Grund dessen beschloss der damalige Kirchenpräsident Jörg Steinbrenner das Kirchengebäude zu sanieren. Nach dem vorerst letzten Gottesdienst am 03. März 2024 wurde das Kirchengebäude der Bauabteilung übergeben. Die Gemeinde feierte ihre Gottesdienste zwischenzeitlich in den Räumlichkeiten der Adventgemeinde Stralsund. In Übereinstimmung mit den aktuellen Richtlinien musste Gas- und Wasserleitungen um das Gebäude herum neu verlegt werden. Die komplette elektrische Verkabelung der Kirche wurde erneuert. Im Rahmen des Umbaus erhielt das Kirchengebäude einen Fahrstuhl sowie eine neue Pfeifenorgel. In Spitzenzeit des Umbaus waren teilweise bis zu 15 Handwerker am Tag vor Ort. Es wurde sogar am Samstag gearbeitet. Die Gemeindeleitung bedankte sich für dieses besondere Engagement mit einem Weihnachtsfrühstück bei allen Beteiligten.

Text: Michael Klüber
Fotos: Ralf Buchholz (Umbauarbeiten) / Michael Klüber (Kirchengebäude vor dem Umbau)

Kirchengebäude vor dem Umbau

Beginn der Abrissarbeiten am 25.04.2024

Beginn der Umbauarbeiten (Altar, Foyer, Deckendurchbruch für Fahrstuhl) am 18.10.2024

Beginn Aufbau der Altarrückwand und des Orgelprospekts am 12.11.2024

Neuverlegung der Wasser- und Gasleitung am 02.12.2024

Beginn des Trockenausbaus sowie der Elektroarbeiten am 04.12.2024

Weihnachtsfrühstück mit allen Gewerken am 17.12.2024

Beginn der Malerarbeiten am 08.01.2025

Einbau des Fahrstuhls am 09.01.2025

Baugrundreinigung am 15.01.2025

Einbau Orgelprospekt 27.01.2025

Abbau Gerüst am 03.02.2025

Erdarbeiten Wärmepumpe und Elektroarbeiten am 04.02.2025

Tischlerarbeiten und Fußbodenleger am 14.02.2025

Besuch Schlosserei Reimer (Rednerpult, Taufbecken, Altar) am 14.02.2025

Vorstellung Kirchenumbau am 24.02.2025

Einbau Küche am 26.02.2025

Einbau der Orgel am 27.02.2025

Fertigstellung Altarrückwand und Einbau Deckenbeleuchtung am 28.02.2025

Kirchenumbau am 05.03.2025

Anlieferung Stühle am 11.03.2025

Einbau Tontechnik und Fertigstellung Bestuhlung am 19.03.2025

Wiederbezug der Kirche am 30.03.2025

Beginn Einbau Orgel am 02.04.2025 (statt September)

Update Orgelbau vom 10.04.2025